Wurzweihe

Schon Tage vor dem Fest "Maria Himmelfahrt" werden von fleißigen Helfern der Ortsgruppe Kräuter gesammelt. Diese findet man auf Wiesen, im Wald, an Straßenrainen und auch im Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Leutenbach. Dessen Vorsitzender Franz Roth erklärt im Bild Kindern u. Mitgliedern des FSV und Fr. Gorsler, INTERREG -Projektmanagerin- " LISTEN " vom Landratsamt Forchheim die erstaunliche Pflanzenvielfalt im Lehrgarten.


Die Pflanzen werden kunstvoll zu einem Wurz-
büschel gebunden. Von Dahlie über Güden-
doggen (Lampionblume) bis Wurmsamen ent-
hielten sie früher 77 Kräuter. In der Mitte ist immer die Königskerze. Früher wurden auch Karotten und Krautblätter mit gebunden. Diese verfütterte man nach der Weihe an die Tiere im Stall. Dann wurde der Strauß zum Trocknen aufgehängt. In den Rauhnächten legte man einige Kräuter auf glühende Kohlen und räucherte damit Haus und Stall. Die Blumen und Heilkräuter sind Symbole der Gesundheit von Leib und Seele.


In der Kirche wurden die Wurzbüschel von Pfarrer Alfred Beißer gesegnet und werden jetzt stolz von den Kindern und Erwachsenen präsentiert. Hauptsächlich verantwortlich dafür sind Katharina Kraft u. Agnes Häcklein von der Ortsgruppe Leutenbach.