Dichterische Werke von Dr. Kanzler
Prof. Dr. Georg Kanzler (Neffe des Pfarrers):
"Das verträumte, seinerzeit etwas von der Welt abgeschiedene Leutenbach mit seiner reizvollen Umgebung und dem gutmütig frommen, wenn auch etwas stolzen Menschenschlag, war eben der natürliche Nährboden für eine Dichtung, wie sie nur hier in der Fränkischen Schweiz entstehen konnte, eine Dichtung, die nur Menschen anspricht, die ein inniges Verhältnis und eine besondere Beziehung zu dieser Landschaft haben."
Landrat Otto Amon:
"Dr. Georg Kanzler ist Romantiker aus Berufung bis in die letzte Verszeile."
Die Werke Dr. Kanzlers:
Stilles Tal (1941)
Die Gedichte spiegeln in besonderem Maße die Verbundenheit mit der Natur und den Menschen wider. Dieser Gedichtband kann als sein reifstes lyrisches Werk betrachtet werden.
Der Burgkaplan (1949)
Die Erzählung spielt im 15. Jahrhundert. Ort der Handlung ist die Burg auf dem Burgstein, ferner St. Moritz, das Walberla und die umliegenden Ortschaften. Die gekonnte Beschreibung der Natur, des Brauchtums und Menschen zeichnet das Buch besonders aus und zeigt, welch guter Beobachter der Autor war und wie elegant er alles in eine sanfte, wohlklingende Sprache umzu-
setzen vermochte.
Spätsommerleuchten (1952)
Die Novelle handelt vom Aufenthalt des Dichters Joseph Viktor von Scheffel in Gößweinstein. Sie beschreibt dessen Besuch in der Basilika sowie im Kloster und die Begegnung mit verschiedenen Menschen, meist in Dialogform.
Aus der Jugendzeit (1955)
Die Erzählung baut auf Rückerts Jugenderinnerungen auf. Die stürmische na-
poleonische Zeit schafft den Hintergrund zum Aufbruch des Knaben Rückert, Sohn eines Dorfamtmanns, ins Leben. Dr. Kanzler stellt uns den jungen Rückert im Rahmen der fränkischen Landschaft lebendig vor Augen.
Widerklang (1958)
Gedichtband
Fränkischer Garten (1960)
Gedichtband
Zwei Erzählungen (1962)
Das Büchlein wurde vom "Karlsruher Boten" verlegt.
Spiel der Zeit (1965)
Gedichtband
Mitzi und Nikita (1968)
Ein deutsch - russisches Epos, wie es der Autor nennt. Es ist die Frucht einer Studienreise nach Russland im Jahr 1967. Ein junger russischer Offizier holt ein sudetendeutsches Mädchen, das er während des Krieges kennenlernte, als Braut in seine Heimat. Als Zufluchtsort und neue Heimat für sudeten-
deutsche Flüchtlinge spielt auch die Fränkische Schweiz in der Geschichte eine Rolle.
Geist und Kleid (1970)
Gedichtband
Der wandernde Maler (1972)
Dr. Kanzler schildert eine vierzehntägige Fußwanderung des Dresdner Malers Ludwig Richter durch die Fränkische Schweiz im Jahre 1937. Zugrunde liegt ein Reisetagebuch des Malers.
Geliebter Berg (1976)
Der Lyriker August Graf von Platen besucht mit Studenten und Freunden den Berg der Franken. Er erfreut sich am lustigen Treiben der Menschen, die zum Fest den Berg erklimmen. Der Autor beschreibt auch hier gekonnt die Men-
schen und das Brauchtum. Bereits vom Tod gezeichnet, konnte Dr. Kanzler die Erzählung gerade noch vollenden. Fritz Preis, damals Hauptvorsitzender des Fränkische - Schweiz -Vereins, ließ das Buch ein Jahr nach dem Tode des Pfarrers verlegen.
(Waltraud Roth)
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